Die Weltmeister und die Russland-Champions

Die Weltmeister und die Russland-Champions

Drei Wochen vor der Fußball-Weltmeisterschaft, da Russland als Gastgeber immer mehr im Mittelpunkt, zumindest für die Fußballfreunde, steht, macht auch die in der Russischen Föderation tätige deutsche Wirtschaft auf sich aufmerksam.

„Deutschland kommt 2018 als Titelverteidiger zur Fußball-WM nach Russland, die deutsche Wirtschaft ist im größten Flächenstaat der Erde traditionell Investitions-Weltmeister. Um den Blick auf die Investitionen und Aktivitäten deutscher Unternehmen in Russland zu lenken, hat die AHK Russland eine Leistungsschau der deutschen Wirtschaft unter dem Titel „Die Russland-Meister“ gestartet“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Außenhandelskammer, Matthias Schepp.

Ein Bildband, ein Webauftritt und eine Foto-Ausstellung auf der Flaniermeile Alter Arbat im Zentrum Moskaus zeigen, was die deutsche Wirtschaft in Russland leistet. Vorgestellt wurde das Projekt gestern im Kaufhaus GUM am Roten Platz. Die Verbindung zwischen Fußball-Weltmeister und Russland-Meistern in der Wirtschaft repräsentierte der Chef des Deutschen Fußball Verbandes, Reinhard Grindel. „Wir sehen unser Auftreten hier bei der Fußballweltmeisterschaft auch als gute Gelegenheit dafür, dass sich in Deutschland wieder mehr Menschen für Russland interessieren. Außerdem werden wir die WM wieder für den Dialog mit der Bevölkerung und auch für soziale Aktivitäten nutzen.“

Gerade dieses Engagement für die soziale und kulturelle Entwicklung in den Regionen ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit zeichnet seit jeher die deutschen Unternehmen in Russland aus. So unterstützt der Marktführer in Russland bei Baustoffen für den Ausbau, KNAUF, u.a. das Hospiz für schwerstkranke Kinder in St. Petersburg, die Rekonstruktion einer Kirche in Kungur, wie auch lokale Sportvereine und kulturelle Veranstaltungen. „In den inzwischen 25 Jahren unserer Geschäftstätigkeit in Russland haben wir wesentlich zur Entwicklung des Trockenbaus in Russland beigetragen“, erklärt Finanzvorstand Torsten Schubert. „Unsere Gipsbauplatten sind heute aus dem russischen Wohnungsbau nicht wegzudenken, aber auch in WM-Stadien, wie in der Lushniki-Arena in Moskau, kamen unsere Baustoffe zum Einsatz. Von Anfang an war es unser Ziel, in Russland eigene Produktionen aufzubauen, mit regionalen Rohstoffen und einheimischem Personal. Inzwischen haben wir 17 Unternehmen in ganz Russland mit rund 4000 Mitarbeiten und wir investieren weiter.“

Derzeit sind fast 5.000 Unternehmen mit deutscher Beteiligung in Russland aktiv, viele von ihnen seit Jahrzehnten. Rund drei Dutzend von ihnen, darunter deutsche Mittelständler wie Phoenix Contact aus Nordrhein-Westfalen, der elektromechanische Verbindungen in seinem Moskauer Werk produziert, aber auch weltweite Großkonzerne wie Siemens, oder Volkswagen werden im Bildband, in der Ausstellung und auf der Webseite des Projektes „Die Russland-Meister“ vorgestellt.

[hh/russland.news]

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