Volunteers – Unerlässliche WM-Helfer

Volunteers – Unerlässliche WM-Helfer

Ohne sie geht gar nichts. Exakt 17.040 freiwillige Helfer werden als Volunteers dafür sorgen, dass der reibungslose Ablauf der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland garantiert ist. Während andere im Rampenlicht stehen, kümmern sie sich darum, dass bei den Zuschauern der WM 2018 keine Fragen offen bleiben.

Insgesamt haben sich 176.870 Menschen für die Aufgabe beim Weltfußball-Verband FIFA beworben, um hinter den Kulissen die bestmögliche Betreuung für die Zuschauer zu gewährleisten. In zwanzig Funktionsbereichen werden die Volunteers wichtige Unterstützungsarbeit, wie ihre Tätigkeit offiziell genannt wird, präsent sein. So wird ihre Mitarbeit unter anderem bei der Betreuung der Medien, bei Sprachdienstleistungen und der Zuschauerbetreuung sowie beim Transport der Gäste gefragt sein. Zudem werden sie sich darum kümmern, dass Eröffnungs- und Schlussfeier reibungslos über die Bühne gehen.

Die Zahl der eingegangenen Bewerbungen stellt den bisherigen Rekord bei einer Fußball-WM auf. Da es keine Altersbegrenzung für die möglichen Aspiranten gab, sind die fleißigen Helfer tatsächlich zwischen 18 und 80 Jahre alt. Unter ihnen Tamara Dolguschewskaja, die es einfach nur großartig findet dabei zu sein, mit ihrem Enkel sowie der Kapitän eines Öltankers oder etwa ein Ex-Fußballer aus Rostow am Don, der sich vom ehemaligen Sowjetklub FK Rostelmasch bis in die Schweiz zu Servette Genf durchgeschlagen hat.

Team aus über hundert Ländern

Das 33. Team, wie es bei der FIFA voller Respekt bezeichnet wird, stellt sich diesmal aus insgesamt 112 Ländern rund um den Globus auf. Ihnen gemeinsam ist der Wunsch aktiv dabei zu sein, wenn das 21. Endrundenturnier seit seiner Premiere in Uruguay im Jahr 1930, ausgespielt wird. Der Volunteer, der in Russland den weitesten Weg hinter sich gelassen haben wird, stammt aus dem neuseeländischen Masterton. Auch er wolle das Turnier nicht nur als Zuschauer erleben, sondern einfach mittendrin dabei sein, wenn sich alles um ihn herum um Fußball und Gastfreundschaft dreht.

Auch für den 33-jährigen Andrey Hernandez ist Russland nicht unbedingt die unmittelbare Nachbarschaft zu seiner Heimat. Er stammt aus Costa Rica und war bereits Teil des Teams, als letztes Jahr im Dezember die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Moskau ausgelost wurde. „Die Arbeit als Volunteer war schon jetzt eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Ich habe eine sehr liebenswerte Stadt entdeckt. Die Menschen in Russland sind sehr nett und überaus gastfreundlich“, weiß Andrew den Job zu schätzen, der auf ihn zukommt. Er hofft, dass er seine russischen Freunde wiedertreffen wird und neue Freundschaften schließen kann.

Mittendrin statt nur dabei

Anastasija Govorkowa aus Nischni-Nowgorod dagegen freut sich darauf, die Gastfreundschaft Russlands unter Beweis zu stellen. „Die Fussball-Weltmeisterschaft in meinem Land bedeutet mir sehr viel. Ich kann mich nicht nur selbst beweisen, sondern auch für meine geliebte Stadt arbeiten und neue Seiten darin entdecken“, erklärt die 20-Jährige. Sie alle möchten zeigen, was sie können und wie wichtig es ihnen ist, ihren kleinen aber persönlichen Beitrag zum Gelingen dieser WM zu leisten, sagen sie unisono wie aus einem Mund.

„Das Volunteer-Programm der Fussball-WM in Russland 2018 stellt einen bedeutenden Beitrag zum Vermächtnis des Turniers dar“, meldet sich auch Alexej Sorokin als Haupt-Geschäftsführer des Lokalen Organisationskomitees für Russia-2018 offiziell zu Wort und spart nicht am Lob für seine Helfertruppe. „Ich möchte allen danken, die es ins Team geschafft haben und die dazu beitragen werden, dass die WM in Russland die höchsten Anforderungen erfüllen wird. Die Volunteers werden bei diesem Fussballfestival für eine einmalige Atmosphäre sorgen“, ist sich Sorokin gewiss.

Aber der Offizielle findet auch Worte des Trostes für all diejenigen, die nicht berücksichtigt werden konnten. „Und allen, die nicht als Volunteers für die Weltmeisterschaft 2018 ausgewählt wurden, will ich sagen, seid nicht enttäuscht, denn auch ihr seid Teil dieses Turniers. Ihr habt Euer Interesse gezeigt und eure Courage bewiesen“, man kauft es ihm sogar ab, so pathetisch, wie er es sagte. Jedoch, Sorokin wäre nicht Geschäftsführer, wenn er nicht anmerkte, dass die Volunteer-Zentren, die in allen WM-Spielorten eingerichtet wurden, auch nach dem Turnier weiterhin wichtige Aufgaben erfüllen werden. Soviel ist er den Kritikern des Turniers dann doch schuldig.

[mb/russland.NEWS]

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